Umwelt-AG-Kassel
Das sind wir: 3 LehramtsstudentInnen aus Oberzwehren mit den Fächern Mathematik, Biologie, Kunst, Sport, Politik und Wirtschaft.
Wir sind beim konsumkritischen Stadtrundgang Kassel (www.konsumkritik-kassel.de) tätig und führen dort Rundgänge mit Schülerinnen und Schülern der Altersklasse 13-19 durch. Dabei sensibilisieren wir sie für nachhaltigen Konsum. Desweiteren ist der konsumkritische Stadtrundgang im Verein die Kopiloten (www.diekopiloten.de), der für Nachhaltigkeit und politische Bildung im kommunalen Raum steht, organisiert. Mit dem Projekt Umwelt-AG, sind wir ebenfalls im Verein die Kopiloten (www.diekopiloten.de) organisiert.
Unsere Zielgruppe: 15-20 Schülerinnen und Schüler der 7., 8. und 9. Klassenstufe
Unser Interesse: Schülerinnen und Schülern zum Thema Umwelt, Möglichkeiten des Engagements und der Kreativität zu geben
Unser Ziel: eine Umwelt-AG in zwei Schulen im Stadtteil Oberzwehren (in Kassel) durchzuführen und damit Umweltbewusstsein von SchülerInnen zu stärken
Orte der Durchführung:
-allgemein-
Oberzwehren ist ein südlicher Stadtteil von Kassel. Dieser ist geprägt durch drei Wohnsiedlungen, in denen teilweise Arbeiter des VW-Werkes Baunatal leben. Desweiteren ist Oberzwehren von einem für Kassel hohen Migrantenanteil geprägt.
-die Schulen-
Die Lichtenberg-Schule (www.lg-ks.de) und die Georg-August-Zinn-Schule (Europaschule) (www.gaz-kassel.de). Mit den Schulleitern wurden bereits Gespräche über das Projekt geführt. Ab Mitte Mai werden intensive Gespräche mit Schulleitern folgen und ab Juli werden wir ein detailliertes Konzept entwerfen.
Beginn: Der Projektstart ist erst Mitte August möglich, da zu diesem Zeitpunkt das neue Schuljahr beginnt.
Wie die Idee zu Stande kam: Die Idee der Umwelt-AG kam von Martin. Er wohnt wie Heike und Marlen im Stadtteil Oberzwehren und fühlt sich in grünen (Naturschutz)–gebieten sehr wohl, jedoch stört ihn die zunehmende Verschmutzung, vor allem durch Schülerinnen und Schüler, da diese verantwortlich für die Zukunft sind und diese aktiv mitgestalten können. Da die Zeit für die Vorbereitung und die Durchführung für eine Lehrveranstaltung nicht reichte, entstand die Idee die Umwelt-AG freiwillig mit anderen Studenten anzubieten und direkt an die Schulen heranzutreten.
Die bisherige Planung:
1. Am Anfang des Schuljahres wollen wir zur Sensibilisierung und zur Motivation der SchülerInnen ein passendes Planspiel veranstalten. Optimal wäre es dies in den ersten Schulwochen fächerübergreifend durchzuführen. Das Projekt soll dann wöchentlich ein bis zwei Unterrichtsstunden nachmittags in beiden Schulen stattfinden. Dabei werben wir für die Bereitschaft von ein bis zwei LehrerInnen, die für uns Ansprechpartner an der Schule sind und bei Fragen zur Verfügung stehen.
2. Bei der ersten Sitzung wollen wir als Einstieg in das Thema einen konsumkritischen Stadtrundgang durchführen. In den darauffolgenden 2-3 Wochen werden gemeinsam mit den Schülern Themen gefunden, Probleme erkannt und Ideen (Handlungsmöglichkeiten, Aktionen) erfasst/entwickelt und auf Plakaten festgehalten. Die Plakate werden anschließend im Schulhaus ausgehängt, damit andere Schülerinnen und Schüler sich über die Aktionen informieren können. Dieser gesamte Prozess wird sehr schülergeleitet sein, da die Schüler selbst ein Bewusstsein für ihre Umgebung erlangen sollen. Aufgrund dieser starken Schülerorientierung, können wir nicht vorhersagen, welche Aktionen durchgeführt werden. Beispielhaft können Dinge wie: Müll sammeln, Gespräche mit Ortsvertretern führen, Poster für Schule entwerfen, Schutzeinrichtungen für Tiere bauen, verschiedene Bäume sowie Pflanzen einsetzen, Präsentation vor Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt werden.
3. In den weiteren Stunden wollen wir die von den SchülerInnen entwickelten Ideen umsetzen. Danach werden wir die Fortschritte dokumentieren und damit transparent machen. Zur Reflexion unserer Arbeit und den Fortschritten der SchülerInnen wollen wir das bisher Erreichte gemeinsam evaluieren.
Ein Blick in die Zukunft:
-in den Schulen-
Als nächsten Schritt wäre es möglich die zwei AGs der Schulen zusammenführen um den SchülerInnen die Möglichkeit für einen Erfahrungsaustausch bereit zu stellen. Daraufhin könnten beide AGs gemeinsam ein Projekt zum Thema Umwelt initiieren. Unsere Planung ist noch nicht soweit fortgeschritten, da das Projekt schüleroffen gestaltet sein soll und wir erst einmal warten müssen wie das Projekt anläuft.
-an der Universität-
Es wurden bereits Gespräche mit Uni Kassel Transfer im Bereich Service Learning geführt. Diese Abteilung unterstützt die Idee der Umwelt-AG und hat Interesse dieses Projekt im größeren Sinn bei Erfolg nach einem Jahr auszubauen und für andere Lehramtsstudentinnen und -studenten anzubieten. Das Zentrum für Lehrerbildung in Nordhessen unterstützt das Projekt ebenfalls mit Kontakten zu Lehrerinnen und Lehrern sowie zu Schulen. Auch das ZLB möchte bei Erfolg helfen das Projekt größer aufzuziehen.
Finanzierung:
Finanziell werden wir zunächst nur geringfügig Mittel benötigen. Für Materialien zum Gestalten von Postern kommt die Universität (Projektrat des Asta oder die Schule) und für Hilfsmittel zum Müllsammeln (Mülltüten oder Handschuhe) der Stadtteil auf.
Es wäre möglich Tafeln mit Arbeitsergebnissen im Stadtteil aufzustellen um Bürgerinnen und Bürgern nachhaltiges sowie umweltbewusstes Handeln nahezulegen. Dies ist jedoch nur bei finanzieller Hilfe der Schule, der Universität oder des Stadtteils möglich, aber auch nicht unbedingt nötig.
Das Projekt Umwelt-AG Kassel sollte den YooWeeDoo-Wettbewerb gewinnen, da:
…die heutigen SchülerInnen die Generation von morgen ist, deren Verhalten unsere gemeinsame Zukunft bestimmt. Aus diesem Grund halten wir es für besonders wichtig, dass diese für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur sensibilisiert werden und diesen auch aktiv mitgestalten. Wir hoffen damit bei einigen Schülern einen „Kreislauf“ anzustoßen, indem wir sie motivieren und sie vielleicht selbst ihre Motivation später als Studenten auch an neue Schülergenerationen weitergeben können. Da sich das Projekt als schüleroffenes, praxisorientiertes Angebot in der Nachmittagsbetreuung der jeweiligen Schule gestaltet, kann es zu einer Art Hobby werden, was regelmäßig stattfindet.
Da wir drei Studenten bereits sehr engagiert sind bringen wir schon viel Erfahrung aus dem Bereich Nachhaltigkeit und auch dem Umgang mit Schülern mit. Neben unserer Tätigkeit im konsumkritischen Stadtrundgang, sind wir alle drei in der Nachhaltigkeitsinitiative vertreten und setzen kleinere Projekte um. Martin hat diese Nachhaltigkeitsinitiative mit gegründet. Dabei wurde zum Beispiel ein Büchertauschregal in der Universitätsbibliothek installiert und derzeit wird mit Verantwortlichen über nachhaltige Beschaffungsrichtlinien der Universität Kassel nachgedacht. Außerdem stehen wir selbst hinter der nachhaltigen Lebensweise und versuchen diese im Rahmen unserer Möglichkeiten im Alltag durch veränderten Konsum und Aufklärung anderer Menschen umzusetzen.